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Zweifellos ist der Hobby 600 ein außergewöhnliches Fahrzeug.
Seine gewölbten Seitenwände und die schrägen Fenster machen ihn zu einem echten
Hingucker. Kein Wunder, dass viele Leute so ein Fahrzeug sehen und es dann auch
haben wollen. Als langjähriger Besitzer eines Hobby 600 kann ich dies
nachvollziehen. Schließlich ging es mir vor 20 Jahren auch nicht anders.
Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass ein Hobby 600 aber
auch in anderer Beziehung ein besonderes Fahrzeug ist. Er hat nämlich schon ein
gewisses Alter und damit auch seine Altersproblemchen; wenn man sie kennt,
nichts Schlimmes. Wenn man sich aber von anderen Dingen blenden lässt, dann
kann solch ein Fahrzeug schon mal zu einem „Überraschungs-Ei" oder „Fass ohne
Boden" werden. Ich kenne genügend Beispiele!
Natürlich beobachte ich auch seit Jahren den
Gebrauchtwagenmarkt bei mobile.de oder ebay. Dabei sind mir in letzter Zeit ein
paar Dinge aufgefallen, zu denen ich hier einmal meine Meinung kundtun möchte.
In fast jeder Verkaufsanzeige findet sich das Wort
„Kult-Wohnmobil". Dieses Wort bzw. diese Wortkombination gibt es offiziell gar
nicht. Nirgends ist definiert, welche Fahrzeuge sich „Kult-Wohnmobil" nennen
dürfen. Mit Hilfe von Wikipedia möchte ich deshalb meine Definition erläutern:
Der Ausdruck Kult bezeichnet in der Szenesprache ...
anerkennend eine Qualität, die Kulturphänomene (... bis hin zu Markenartikeln ...)
in einem speziellen Anhängerkreis gewinnen können.
und
Kultstatus wird zumeist Gegenständen der Massenkultur
zugeschrieben, die keinen Anspruch darauf erheben müssen, als herausragende
kulturelle Leistungen geschätzt zu werden, die aber von eingeschworenen
Fangemeinden verehrt werden.
Somit muss ein Kult-Wohnmobil zwei Vorraussetzungen mitbringen:
es muss ein Gegenstand der Massenkultur sein und es muss eine Fangemeinde
haben. Die erste Voraussetzung ist klar und mit dem Freundeskreis Hobby 600, dem niederländischen Hobbykampeerautoclub und den Freunden dieser Webseite gibt es eine ausgeprägte Fangemeinde.
Persönlich habe ich beim Erstellen dieser Webseite den Slogan
„Hobby600.de - der Treffpunkt für Freunde des Kult-Wohnmobils" geprägt, weil
ich die Fangemeinde des Hobby 600 ansprechen und ihr eine Basis geben wollte. Die großartige Resonanz auf die Webseite und die Teilnahme
an verschiedenen Treffen zeigt, dass mir dies offensichtlich gelungen ist. Die
Mitglieder von Hobby600.de tauschen sich
aus, helfen sich gegenseitig und verehren ihr Wohnmobil. Für sie ist der Hobby
600 ein Kult-Wohnmobil und es hat für sie einen besonderen Wert.
Und von diesem Wert wollen auch andere profitieren, indem
sie in ihre Verkaufsanzeigen mit dem vermeintlichen Zauberwort „Kult-Wohnmobil"
schmücken. Aus meiner Sicht soll dies nur einen höheren Preis rechtfertigen und
von möglichen Problemen ablenken!
Einige Verkäufer sind sogar besonders dreist. Sie verweisen
in ihren Anzeigen auf die Webseite www.hobby600.de
und wollen damit suggerieren, dass sie der Fangemeinde des Hobby 600 angehören
und in Bezug auf das Fahrzeug als kompetent gelten. Auch dies ist aus meiner
Sicht reine Blenderei um einen höheren Preis zu erzielen! Ich möchte an dieser Stelle
noch einmal ganz deutlich betonen: Hobby600.de ist eine private Webseite,
die keinerlei kommerzielle Interessen verfolgt und auch nicht in geschäftlicher
Beziehung zu irgendwelchen Händlern, Werkstätten oder sonstigen gewerblichen
Unternehmen steht.
Wenn Sie am Kauf eines Hobby 600 interessiert sind, sollten
Sie sich vorher auf dieser Seite ausführlich informieren. Die Fahrzeuge sind
alle zwischen 15 und 25 Jahre alt und haben ihre Schwachstellen. Zu den
Problemen mit dem Basisfahrzeug (meist Fiat Ducato oder Peugeot J5) kommen
einige Besonderheiten im Aufbau. Das fängt mit der Skaiverkleidung des
Innenraums an. Durch sie sind mögliche Wasserschäden sehr spät zu erkennen. Von
daher ist vor einem Kauf auf die Dichtigkeit von Fenstern und Dachluken zu
achten. Zusätzliche Silikonfugen sind schon ein Alarmzeichen.
Konstruktionsbedingt leiden fast alle Fahrzeuge an
Gürtelrose . Mit 2 kg Aluspachtel ist es da auf Dauer nicht getan. Hier helfen
nur neue Bleche. Man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass alle
Einbaugeräte und die Bordelektrik ebenfalls rund 20 Jahre alt und
Ersatzteile schwer zu bekommen sind.
Wenn Sie nicht die Möglichkeit und das Verständnis haben,
einige Reparaturen selber zu erledigen, sollten Sie besser die Finger von einem
Hobby 600 lassen. Sonst könnte sich Ihr Neukauf schnell zu einem Fehlkauf
entwickeln und Sie müssten den Hobby 600 ganz schnell weiterverkaufen. Um Ihren
Verlust in Grenzen zu halten, würden Sie das Fahrzeug dann vermutlich auch
wieder als Kult-Wohnmobil anbieten....Aber so weit muss es ja gar nicht
kommen!
Profitieren Sie von den Erfahrungen anderer Besitzer.
Informieren Sie sich auf dieser Webseite. Im Forum können Sie mit alten Hasen
Kontakt aufnehmen und sich vor einem möglichen Kauf beraten lassen. Ich möchte, dass Sie langfristig Freude an dem außergewöhnlichen Fahrzeug haben!
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Kommentare
Daher mein Rat - Wer keine goldenen Hände hat, sollte sich ein gutes Womo zum "guten" Preis beim Händler mit Garantie kaufen.
Zahnriemen und Rollen und Wasserpumpe wurde dann auch sofort gewechselt so fertig!!!
Denkste
Simmerring undicht allso direkt neue Kuppellung !!
Und bei einem alter von 24 Jahren bleiben immer noch kleinere reparaturen bis der Tüv Stempel endlich da drauf ist!
So wie Wilfried sagt man sollte es sich überlegen mit solch einem KAUF!!!
Jedoch ist der SPASS und die FREUDE am fahren unbezahlbar!!!
L.G
Siegfried
wirklich ein toller Bericht. Der wurde wohl auch mal Zeit.
Viele Grüße Dirk